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Montag, 9. Dezember 2013

Zweimal Spaß mit Gurtband

Türchen 9 von blubberin

Ich habe vor einiger Zeit sehr günstig eine Kiste bunte Gurtbandreste gekauft, sowas kann man ja immer mal gebrauchen.
Hier gibt es jetzt zwei passende Anleitungen.

Mützen, Schal und Handschuh-Aufräumer
Neulich fiel mir auf, dass vorallem die Mützen, Schals und Handschuhe vom Kind immer im Garderobenbereich rumflogen, unsere Hutablage ist mit unseren Sachen schon mehr als gefüllt. Dank Gurtbandvorräten am ich auf die Idee, vielleicht kann sie ja auch jemand gebrauchen.

Das braucht ihr:

  • 115*4cm Gurtband
  • 7 Wäscheklammern
  • 7 mal 14*4cm Gurtband
  • 1 mal Kam Snap (oder andere Druckknöpfe)
  • Jeansnadel zum Nähen
  • farbig zum Gurtband passendes Garn
  • Stopfnadel
  • Stopfgarn
  • Nadeleinfädler




Habt ihr schöne Klammern, oder nutzt lieber Maskingtape, Webband, lustige Stoffreste, benötigt ihr die kurzen Gurtbandstücken nicht, sie sind zum Abdecken der Wäscheklammern.

Zuerst alle Schnittkanten am Gurtband (wenn es Plastikband ist, bei Baumwollband natürlich nicht) leicht anschmelzen. Ich mache das am liebsten mit einer Kerze, weil es nicht so heiß wird und ich das Gefühl habe es besser zu kontrollieren als mit einem Feuerzeug, da ich beide Hände zur Verfügung habe.


Die obere Kante etwa 2 bis 2,5cm einschlagen und absteppen. Untere Kante des langen Gurtbandes (Trägergurt) knapp einschlagen und absteppen. Das Gleiche auf jeweils einer Seite der kurzen Gurtbandstücken.


Es ist einfacher nun alles zu vernähen, so sind euch die losen Fäden nicht im Weg, ich mache das gerne mit einer Stopfnadel mit größerem Öhr und einem Nadeleinfädler


Nun benötigen wir das Stopfgarn und die Stopfnadel, jeweils eine Klammer und ein kurzes Stück Gurtband.

Die Klammer wird auf Stoß an den Einschlag gelegt und mit dem Stopfgarn mittig auf dem Gurtband an drei Stellen festgenäht (wer mag kann es mit Stylfix oder so fixieren).



Es sollte jetzt etwa so aussehen:

und von vorne:


Nun den Druckknopf am oberen Ende anbringen, einen Teil in dem Einschlag und den anderen Verschlußteil passend für eure Garderobe darunter (bei mir sind zwischen beiden Verschlußteilen 5,5cm)


Nun die Klammern auf dem Trägergurt anbringen. Das obere Ende des Gurtbandes an dem die Klammer ist, etwa 1,5cm vom unteren Verschlußteil entfernt knapp absteppen. Die Klammer liegt oben!



Nun das kurze Gurtband umklappen (dass die Klammer verdeckt wird), und nochmal absteppen.


Als letztes müssen die Klammern selbst auf dem Trägergurt befestigt werden. Diesmal ist es am Besten oben beginnend wieder an drei Stellen mit Stopfgarn festnähen. Hier ist es auh sinnvoll die Klammer vorher mit Stylefix zu fixieren, wichtig ist, dass die Klammer durch das Gurtband nicht unter Zug steht, damit sie noch richtig schließt.



Von vorne sieht es jetzt so aus:


Die anderen Klammern werden über die Länge des Trägergurts verteilt genaus aufgenäht.
Nun wieder alle losen Fäden vernähen.

Leider bin ich euch noch ein komplett fertiges Bild im Einsatz schuldig, da ich aus gesundheitlichen Gründen nicht ganz fertig geworden bin, ich hoffe ich kann es euch im Laufe des Tages nachreichen.


Tragegurt
Wer kennt es nicht, da kann das Kind endlich Roller oder Laufrad fahren und will es auch am liebsten immer dabei haben, aber irgendwann ist es vielleicht doch spannender zu laufen oder man wird lieber getragen. Und ein Laufrad in der Hand zu tragen ist nicht besonders angenehm.
Daher habe ich uns im Sommer einen Laufradtragegurt gebastelt. Mit einer Freundin habe ich dann ein bissl rumprobiert.





Das braucht ihr:
Schulterpolster
  • 3 mal 27*8cm festen gewebten Baumwollstoff, Köper oder Markisenstoff
  • 3 mal 27*8cm Fleece (oder Schaumstoff)
  • ca. 70*4cm Schrägband

Gurt
  • 160*5cm Gurtband (meins ist 186cm lang)
  • 2 mal 14*5cm Gurtband
  • 2 Karabinerhaken mit Gegenstück 5cm breit
  • 1 D-Ring min. 3cm breit
  • 1 mal 12*3cm Gurtband (Helmschlaufe, Gurtband in Breite des D-Rings)

Nähzubehör
  • Jeansnadel
  • nicht zu dünnes Garn
  • Nähmaschine
  • zum Faden vernähen: Stopfnadel und Nadeleinfädler


Zuerst das Schulterpolster. Ich mag eine abgerundete Form und das Ganze relativ lang, man kann sich auch einfach ein rechteckiges machen und es Verkürzen, ich empfehle dazu ein Maßband über die Schulter zu legen.
Bei der abgerundeten Form am Besten auf Papier im Bruch vorschneiden.
Daraus dann 2 mal aus dem Baumwollstoff und dreimal aus Fleece. Hier kann man statt des Fleeces auch Schaumstoff zum Polstern nehmen, das habe ich selbst aber noch nicht gemacht, dass muss nur einmal zugeschnitten werden.
Nun ein rechteckiges Stück ca. 22cm lang (so lang wie die Vorlage ohne Rundungen ist plus 2cm) und 8cm breit aus dem Baumwollstoff zuschneiden. An den kurzen Seiten jeweils einen Zentimeter einklappen und festnähen (zum Versäubern der Kante), nun habt ihr ein Stück dass 20*8cm breit ist.
Den Schultergurt zusammen bauen, eine Schicht abgerundeter Baumwollstoff, die drei Fleecestücke (oder das Schaumstoffstück), eine Schicht abgerundeter Baumwollstoff und zu oberst mittig das rechteckige Stück mit den versäuberten Kanten.


Nun mit einem Zickzackstich bis zu 0,8cm vom Rand alle Lagen zusammen versäubern (damit verschieben sich die Schichten nicht mehr beim Einfassen).
Als letztes wird das Schulterpolster einmal rundrum mit dem Schrägband eingefasst.

So sieht die Unterseite aus.

Jetzt geht es an den eigentlichen Gurt. Meiner ist 186cm lang (inkl. Saumkanten), er passt mir (183cm) und meinem Mann (190cm) gut um ihn quer zu tragen und gleichzeitig noch einen Rucksack oder einen Tragling (es hängt dann für uns bequem unter dem Tragling). Für Menschen unter 175cm könnte das dann viel zu tief hängen, auch wer lieber über einer Schulter trägt und nicht quer über die Schulter, sollte verkürzen, am Besten auch hier mit einem Maßband mal über die Schulter legen und beachten, dass es durch das Laufrad auseinander gehalten wird.
Beim Abschätzen mit Hilfe einer kleineren Freundin kam ich dann auf 150 bis 160cm. Ihr könnt auch dünneres Gurtband nehmen, allerdings solltet ihr dann das Schulterpolster schmaler machen, sonst rutscht es stark hoch und runter (mein Polster ist mit 11cm zu breit) und das Gewicht verteilt sich weniger. Ich empfehle daher die 5cm.

So Länge und Breite sind geklärt. Machen wir mal weiter. Die Schnittkanten wie oben leicht anschmelzen, damit sie nicht ausfransen.
Nun den Gurt durch das Schulterpolster fädeln.


Jeweils an den Enden werden jetzt die Karabinerhaken angebracht, dazu wieder das Gurtband durch den Karabiner fädeln, das Gurtband einmal einschlagen (1cm) und absteppen (um einen stabilen Saum zu erhalten) dann um den Karabiner umschlagen und 2cm vom Rand doppelt absteppen (um der Naht mehr Sicherheit zu geben).
Es sollte jetzt etwa so aussehen:


Das Ganze wird am anderen Ende des Gurtbands wiederholt.
Jetzt das Gegenstück des Karabinerhakens mit den zwei kurzen Gurtbandstücken. Wieder die Schnittkanten anschmelzen. Das Gegenstück einfädeln und nun so fallten, dass die beiden Schnittkanten des kurzen Gurtstücks etwa mittig zusammen treffen

und mit einem Abstand von 30cm vom Karabinerhaken auf das Gurtband aufnähen.


Die Öffnung des Karabinerhakens sollte zu seinem Gegenstück zeigt (so ist das Anbringen des Gurtes leichter).

Das Annähen am Besten in einem Rechteck mit einem Sicherungskreuz von den Ecken in die Gegenüberliegende.

Das Ganze wird am anderen Ende des Gurtes wiederholt, so dass beide Karabiner ihr Gegenstück haben.

Nun geht es mit der Helmschlaufe weiter, wenn das Kind nicht mehr fahren mag, dann braucht es auch keinen Helm mehr und da er bei uns dauernd vom Lenker abgefallen ist, habe ich einen D-Ring am Gurt angebracht. Unserer ist 3cm breit, dass ist knapp, geht aber, kleiner dürfte er nicht sein, größer wäre besser.
Wieder die Schnittkanten anschmelzen und dann ähnlich wie bei den Gegenstücken für die Karabiner anbringen, also so falten, dann sich die Schnittkanten treffen und dann mit Rechteck und Sicherungskreuz annähen.



Noch vernähen, dass mache ich wieder mit Stopfnadel mit großem Öhr und Fadeneinfädler. Und fertig.
Nun sucht ihr euch beim Roller oder Laufrad geeignete Stellen zum Festhaken und guckt wie ihr es am Liebsten trägt (man sollte auch den Schwerpunkt des Laufrads/Roller beachten). Ich kann mir vorstellen, dass man mit dem Gurt auch anderes tragen kann (z.B. ein kleines Fahrrad) aber ich habe noch nichts probiert ^^

Uns ist der Tragegurt ein treuer Begleiter und seit dem Sommer fast immer dabei, wenn wir mit dem Laufrad unterwegs sind, er lässt sich ja auch recht gut verstauen.

 So damit ihr seht wie der Aufräumer aussehen soll, wenn er fertig ist:

... und befüllt.

Sonntag, 8. Dezember 2013

Hand - Puppen - Wichtel

Türchen 8 von MamsellWunderbar


Wie versprochen gibt es heute von mir eine kleine Häkelanleitung.
Ich trage ab heute ein neues Kleidchen hier. Bitte nicht weiter erwähnen...


So und nun soll es los gehen

Wer ein bisschen häkeln kann, kann mit dieser Anleitung vielleicht schnell noch eine Kleinigkeit zu Weihnachten entstehen lassen.



Mein TrollKind liebt diese Püppchen. Der rote, kleine Wicht passt genau auf einen KinderZeigeFinger, die große Variante passt besser auf Elternhände.

Ihr braucht:

- Häkelnadel Nummer 2

- Häkelnadel 3-5 (je nachdem, wie grobmaschig der Mantel werden soll)

- Wolle in Naturfarben für den Körper

- PuppenHaarWolle oder Reste Mohair, o.ä., was ein wenig verstrubbelt

- Wolle für den Mantel

- Eine Nadel zum Vernähen der Fäden

- und ein klein wenig Schafwolle oder Kissenfüllung für den Kopf




Es ist sehr wichtig, den Körper mit einer möglichst kleinen Nadel und fest zu Häkeln (auch wenn die Wolle etwas dicker erscheint), denn sonst wird das Gesicht zu grob und ggf. schaut Wolle durch die Maschen.

Für den kleinen Wichtel 15 Luftmaschen, für den großen Wichtel 21 Luftmaschen + je eine Wendeluftmasche.

Dann wird für den kleinen Wichtel 17 Reihen in festen Maschen hoch gehäkelt, für den großen Wichtel sind es 28 Reihen in die Höhe. (an den Seiten immer an die Wendeluftmasche denken!)

Wenn das Rechteck fertig ist, wird es mit dem Faden an der Langen Seite zum "Schlauch" geschlossen.




Mit dem gleichen Faden wird dann eine Seite des Schlauches zusammen gerafft, zusammen gezogen und verknotet. Das wird der Kopf.

Er wird mit etwas Wolle oder Kissenfüllung gestopft.

Beim kleinen Wichtel wird nach der 6ten Reihe von oben (beim großen Wichtel nach der 8ten Reihe von oben) am Hals wieder ein Faden durchgezogen fest verknotet. So entsteht der Hals.



Den Rest des Fadens kann man durch den Kopf nach hinten ziehen und dort abschneiden.

Für das Mäntelchen häkelt man, je nach Stärke der Wolle (ich nehme immer dickere Wolle und einen größeren Haken) eine LuftmaschenKette, die das FingerPüppchen unten locker umschließen würde.

Dann gibt es zwei Wendeluftmaschen dazu und in halben Stäbchen geht es in die Höhe (an den Seiten immer an die 2 Wendeluftmaschen denken!).

Damit der Mantel ein bisschen "Muster" bekommt, steche ich dabei immer nur in den hinteren Teil der Masche ein (Bild Mitte). Man kann sicherlich aber auch einfach in Reihen ganz normal hoch häkeln.



Wenn der Mantel so "hoch" ist, dass er dem Püppchen bis zum Hals reicht, werden die ersten drei Maschen der Folgereihe als Kettmasche gehäkelt.

Dann zwei Luftmaschen um wieder in die Höhe zu kommen und weiter gehts in halben Stäbchen. Die letzten drei Maschen der Vorreihe werden ausgelassen (Bild links).

Dann gibt es wieder zwei WendeLuftmaschen und es geht weiter in die Höhe und zwar ganz genau so hoch, bis die Kapuze so hoch ist, dass die Kopfseiten bedeckt sind.

Hat der Wicht warme Ohren, werden ab dann immer die ersten beiden und die letzten beiden Maschen einer Reihe zusammen gehäkelt, bis eine Spitze entsteht.



Das Mäntelchen wird dann zusammen gelegt und von der Spitze der Mütze bis zur Stirn des Wichtes zusammen genäht oder gehäkelt (Achtung! nicht die ganze Mütze bis zum Hals schließen, sonst motzt der Wicht nur herum und das möchte keiner hören!).

Ist die Mütze geschlossen, kann der Mantel auf den Wichtel gelegt werden und die Mütze wird mit dem Kopf vernäht.



Damit der Mantel vorne nicht aufsteht, habe ich eine Kordel aus der gleichen Wolle gedreht. Ich ziehe sie durch die äußeren Zipfel des Mäntelchens und verknote sie dann einfach unter dem Kopf. So sitzt das Mäntelchen perfekt.

Vom Puppenhaar (oder was ihr da habt für Haar und Bart) wird nicht viel benötigt. Das eine Ende wird am Gesicht verknotet und dann wird entweder rund herum genäht oder (wenn man seine Stopfnadel verbummelt hat) man kann auch mit der Häkelnadel einfach Schlaufen durchziehen.

Wichtig ist, dass man nicht fest näht, sondern tatsächlich Schlaufen stehen lässt. Durch die Wolle im Kopf und weil die Wolle irgendwann auffasert, verrutscht da nix.

Für den Bart nimmt man drei Fädchen dieser Wolle und knüpft sie unten an das Gesicht (dort sichere ich immer mit Knoten).



Tja, und dann kann der Bart gestutzt und ein bisschen verwuschelt werden und ZACK hat man ein nettes, kleines Geschenk oder eine hübsche Deko (die Wichtel stehen auch von alleine).



Wer TOTAL durchdrehen will, kann vielleicht noch ein MiniDuftBeutelchen nähen und den Bauch des Wichtes zum Verschenken damit füllen (damit riecht er auch noch gut) und auch einen Geld- oder Gutschein könnte man auf diese Art und Weise ganz niedlich verschenken.



Ich hoffe, ihr hattet ein bisschen Freude mit meiner Anleitung und ich sehe bei euch bald den einen oder anderen Wichtel zu mir rüber winken

Habt einen schönen zweiten Advent

Samstag, 7. Dezember 2013

Eine Maus für Mäuse

Türchen 7 von FrauW

Hier eine kleine Anleitung, wie man ein paar Mäuse schön verpacken kann.

Ihr müsst ein wenig Frei Hand malen können- ist aber nicht schwer.

Benötigte Materialien sind: Filz, Stoffreste, Wolle und Wackelaugen

Es geht los:

Zuschneiden:
2 Ovale
2 Ohren
1 Schwanz (aus Jersey und diesen ziehen, dass er sich einrollt gibt einen schönen Effekt)
Wolle für Schnauzhaare



Ohren positionieren und annähen



Haare annähen



Auf der Rückseite (das 2. Oval) den Schwanz annähen



Auf der Vorderseite einen Schlitz rein machen



Beide Teile zusammennähen, Haare ggf. kürzen, Wackelaugen aufkleben und Geld einstecken.