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Mittwoch, 18. Dezember 2013

Nadelkissendose und Mandel- Pistazien- Sterne

Türchen 18 von Jeannyleinchen
Hallo und willkommen zum 18. Türchen!

Schon als ich vor zwei Jahren begann zu nähen, fand ich diese Döschen, aber keine wirkliche Anleitung. Deshalb habe ich ein wenig probiert, bin zwar mit dem Ergebnis noch nicht 100 % zufrieden, aber vielleicht habt ihr ja Ideen, wie man bessere Ergebnisse erzielt.

Und nun geht's los!

Wir brauchen:
Ein Stück Webware (ca. 25 cm x 25 cm)
Gundtal Magnetdosen vom Möbelschweden
Schere
Lineal
Zirkel
Pappe
Kreide oder Stift
Sicherheitsnadel
Stärkeres Band, ich habe dünnes Satinband benutzt
Füllwatte
Bügeleisen
Nähmaschine



Als erstes nehmen wir den Deckel der Dose ab und drücken von Oben die Plastikscheibe heraus.



Das sieht dann so aus:



Als nächstes nehmen wir die Pappe und den Zirkel und erstellen eine Schablone. Ich habe ein wenig rumprobiert. Mit 12 cm Radius + Nahtzugabe war das Ergebnis noch nicht ganz zufriedenstellend. Ich würde es beim nächsten mal mit 11 cm oder 10,5 cm machen, das müsst ihr aber am besten für euch testen. Es kommt auch ein wenig drauf an, wie dick ihr mit der Bastelwatte füllt.



Als nächstes übertragen wir mit Hilfe der Schablone den Kreis auf den Stoff und schneiden diese mit großzügiger Nahtzugabe aus (ca. 1 - 2 cm)

Die Nahtzugabe bügeln wir mit Hilfe der Schablone auf die linke Seite.



Im nächsten Schritt steppen wir einen Tunnel, ca. füßchenbreit vom Rand. Aufpassen, dass ihr den Kreis nicht schließt



Nun wird mit Hilfe der Sicherheitsnadel das Band eingezogen.



Ist dieser Schritt erledigt, legen wir die Füllwatte in die "Haube". Ich habe ca. 2 Hände voll reingefüllt. Darauf legen wir die Plastikscheibe und ziehen nun an beiden Bandenden fest zu und verknoten diese, sobald der Stoff straff über die Scheibe gespannt ist.



Nun nehmen wir den Metallring und klicken unsere Scheibe wieder rein, sitzt sie richtig, knackt es einmal.




Nun ist unsere Metalldose fertig!

Ich nutze sie zur Aufbewahrung von Stecknadeln...




Kleiner Warnhinweis: Die Dosen haben unten drunter einen Magneten. Bei Computernähmaschinen wird abgeraten diese zu benutzen. Ich nutze diese Dose zwar, wollte dies aber vermerken...

Ich hoffe euch gefällt die Anleitung und ihr habt Spaß beim Nacharbeiten.

Nun habe ich noch ein kleines Rezept für euch, was ich letztes Jahr entdeckt habe. Mal eine Abwechslung zu klassischen Zimtsternen.

Mandel- Pistazien- Sterne:

Zutaten:
225 g Mandeln
150 g feiner Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
1 Limette
1 Eiweiß (Größe S)
40 g gehackte Pistazien
Puderzucker zum Bestäuben

Das Originalrezept empfiehlt die Mandelns selbst zu schälen und zu hacken, da sie mehr Aroma haben. Ich habe aus Zeitgründen schon fertig geschälte Mandeln benutzt und die Sterne waren trotzdem super!

1) Mandeln, Zucker und Vanillezucker in eine Rührschüssel geben.
2) Limette heiß abspülen, trocken tupfen und Schale fein abreiben.
3) Limettenschale, Pistazien und Eiweiß ebenfalls in die Schüssel geben und alles mit Hilfe der Knethaken zu einem krümmeligen Teig verrühren.
4) den Teig abdecken und mind. 1 Stunde kalt stellen
5) Ofen auf 125 Grad, Umluft 100 Grad vorheizen.
6) Teig in einem großen Gefrierbeutel ca. 1 cm dick ausrollen.
7) Sterne ausstechen. Damit der Teig nicht kleben bleibt, Form immer wieder in warmes Wasser tauchen.
8) im Ofen 15 Min trocknen. Die Plätzchen sollen dabei nicht braun und innen noch weich sein.
9) 5 Min. abkühlen lassen und dünn mit Puderzucker bestäuben.

Achtung: warm zerbrechen die Plätzchen schnell, gut abkühlen lassen und in einer gut verschlossenen Dose aufbewahren!

Dienstag, 17. Dezember 2013

Malmappe

Türchen 17 von Tani4ka75

Heute öffnet sich das 17. Türchen….nur noch 1 Woche bis Heilig Abend! Wer jetzt noch ein kleines Geschenk für ein Kind sucht, wird hinter der heutigen Tür vielleicht fündig…





Malmappe

Stifterollen kennt ja inzwischen jeder. Ich fand immer schade, dass man bei ihnen immer noch Papier extra dabei haben muss und tüftelte an einer Lösung (wie sich vor ein paar Tagen herausstellte, gibt es eine sehr ähnliche Anleitung schon, diese habe ich aber selbst erst letzten Freitag entdeckt). Herausgekommen ist eine Anleitung für ein Malset. Dieses habe ich schon im Sommer angefertigt, daher habe ich leider keine Photos vom Herstellungsprozess - dieser ist aber nicht schwer, schon gar nicht für so versierte Näherinnen wie Euch.

Zuerst steht die Beschaffung der Malutensilien. Entscheidend für die Größe der Mappe und somit den Stoffzuschnitt ist die Anzahl und Breite der Stifte sowie die Größe des Blocks.
Ich habe 12 Buntstifte in normaler Breite sowie einen Block in 15,1 x 11,3 cm genommen.
Wenn ihr mehr oder weniger oder breitere Stifte, oder einen größeren bzw. kleineren Block nehmt, müsst ihr die Größe des Zuschnitts entsprechend anpassen.

Für meine Malutensilien ergab sich folgende Materialrechnung:

Das Fach für den Block muss 11,5 cm breit sein.
Die Fächer für die Stifte sollten jeweils 1,5 cm breit sein, also insgesamt 18cm.

Somit ergibt sich eine Gesamtbreite von 29,5cm zzgl. NZ (bei 0,75cm NZ -> 31cm Breite).

Die Höhe richtet sich ebenfalls nach den Stiften oder dem Block. Bei mir sind die Stifte länger, ich habe eine Höhe von 18cm + NZ zugrunde gelegt.

Nun, da ihr die genauen Maße habt, könnt ihr zuschneiden :-)

Ihr braucht
  • 1x Außenstoff, 19,5 x 31cm
  • 1x Innenstoff, 19,5 x 31cm
  • 1x Vlieseline zum Verstärken, 19,5 x 31cm
  • 1x Stoff für die Fächer für Stifte und Block, 39 x 31cm
  • 31cm Schrägband
  • 2x Stoff für eine Lasche (5 x 6 cm inkl. NZ, hier könnt ihr sehr gut Reste verwerten :) )
  • etwas Vlieseline zum Verstärken des 1 Kam Snaps (oder anderer Druckknopf)

1. Den Stoff für die Blende (für die Fächer) faltet ihr der Breite nach links auf links und bügelt ihn.
2. An der Bruchkante näht ihr das Schrägband an.
3. Der Außenstoff wird mit Vlieseline verstärkt.
4. Nun näht ihr die Lasche: Beide Teile werden rechts auf rechts gelegt, beide langen Seiten und eine kurze werden abgesteppt. Die Nahtzugabe an den Ecken wird eingeschnitten. Wenden, bügeln, und an der linken Außenkante des Innenstoffs auf der Nahtzugabe festnähen, wobei die Lasche zum Innenstoff und die offene Kante nach außen zeigt.
5. Jetzt wird der Beleg auf den Innenstoff gelegt und auf den Nahtzugaben an den Seiten und der Unterkante knappkantig festgesteppt.
6. Als nächstes folgen die Fächer für die Stifte und den Block. Der Block kommt auf die rechte Seite. Nach 12,25cm (11,5cm Breite des Blocks + 0,75cm NZ) näht ihr eine gerade Naht über die gesamte Höhe des Belegs. An der oberen Kante, die mit mit Schrägband versäubert ist, sichert ihr die Naht doppelt.
7. Im Abstand von jeweils 1,5cm näht ihr auf gleiche Art und Weise die 12 Stiftefächer.
8. Jetzt füllt ihr den Innenstoff mit den Stiften und dem Block (jetzt könnt ihr ggf. noch etwas korrigieren), legt alles links auf links auf den verstärkten Außenstoff und faltet das ganze so, wie es auch später sein soll: Der Block wird nach innen geschlagen, so dass der Block nun auf 7-8 Stiften liegt.



Die freiliegenden Stifte schlagt ihr darüber. Beim Außenstoff markiert ihr Euch die Stelle auf Höhe der Mitte der Lasche am äußeren Rand, wo der Kam Snap/Druckknopf hinkommen soll und setzt diesen in den Außenstoff ein.
9. Die Stifte und der Block werden wieder entfernt und Innen- und Außenstoff bündig rechts auf rechts gelegt (die Lasche zeigt nach innen). Unter Einhaltung der NZ näht ihr nun einmal ringsherum,
wobei ihr natürlich nicht die Wendeöffnung am unteren Ende vergesst ;-)
10. Wenden, ggf. bügeln und Wendeöffnung schließen.
11. Stifte und Block einstecken, wie ich Schritt 8 schließen und die Position des Kam Snaps auf der Lasche bestimmen. Kam Snap dort einsetzen.

Fertig! :-)



Ich hatte 2 solcher Malsets im Sommer gemalt und meiner Tochter und deren Freundin zu Urlaubsbeginn geschenkt. Die beiden hatten ihre Malsets immer am Pool und am Strand mit dabei, praktisch sind sie aber auch für langweilige Restaurantbesuche, zumal sie sehr gut in Mamas Handtasche passen.

Ich hoffe, dass meine Anleitung auch ohne Bilder verständlich ist und würde mich freuen, wenn sie jemand nachnäht.

Montag, 16. Dezember 2013

Nähplatz-Organizer

Türchen 16 von schredderelse
Heute gibt es mal ein Anleitung um etwas für sich selbst zu machen.
Ich habe mich immer beim Nähen geärgert, daß die Sachen, die ich abgelegt habe, später nicht mehr da waren, wo ich sie abgelegt habe. Es hatte eben alles nicht seinen eigenen Platz (ich bin zwar sonst ein seeehr unordentlicher Mensch, aber bei der Arbeit muß alles seinen Platz haben ). Also habe ich etwas herumgetüftelt, einiges an Stoff verbraten und rausgegommen ist dieses:

Nähplatz-Organizer


1. Stoffe und Vlieseline zuschneiden:
1x 60x80cm im Bruch (für die Grundfläche, später 60x40) + Vlieseline
1x 30x36cm im Bruch für die Taschen (später 15x36) + Vlieseline
2x für das Utensilo: + Vlieseline so:



2x ca. 15x20cm für das Nadelkissen, Form kann natürlich variiern
1x ca. 5cm Klettverschluss
Außerdem braucht ihr noch etwas Füllwatte für das Nadelkissen und 2 Paar KamSnaps (geht natürlich auch mit anderen Druckknöpfen oder auch Klett)

2. Das Nadelkissen: Einen Teil des Klettverschlusses mittig an der Rückseite annähen.



Dann rechts auf rechts zusammennähen (Wendeöffnung nicht vergessen ).
Wenden, mit Watte füllen, Wendeöffnung schließen - fertig.

3. Den Stoff für die Taschen auf 15x36cm rechts auf rechts zusammenlegen und eine kurze Seite zusammennähen (bei Musterverlauf: die geschlossene Seite ist später auf der linken Seite).



Wenden, bügeln und an der geschlossenen langen Seite knappkantig absteppen.



4. KamSnaps auf dem Taschenstoff positionieren:



Man kann sie auch zum Schluß festmachen, ist dann aber etwas friemelig.

5. Den Taschenstreifen unten rechts auf die Grundfläche legen, feststecken



und am Anfang, bei 15, 20, 25, und 30cm auf der Grundfläche festnähen.



6. Die Grundfläche rechts auf rechts zusammenlegen und zusammennähen (wieder die Wendeöffnung nicht vergessen).



Ecken abschneiden, wenden, gut bügeln, Wendeöffnung schließen. Evtl. rundherum absteppen.

7. Das Utensilo: Die beiden Seiten schließen.




Die Ecken schließen.




Den zweiten Stoff genau so bearbeiten. Einen der beiden auf rechts wenden. Beide rechts auf rechts ineinander stecken,



oben zusammennähen (Wendeöffnung nicht vergessen , ich glaube, so langsam liest sich heraus, daß ich das immer vergesse...).



Wenden, bügeln, oben ansteppen und dabei die Wendeöffnung verschließen.



In den Utensilo passt eine Margarine-Dose, das macht das Ausleeren leichter. Man könnte das Utensilo evtl. auch aus Wachstuch oder beschichteter Baumwolle machen, dann bleiben die Fäden nicht so daran hängen (ich hatte Lamifix ausprobiert, bin aber scheinbar schon zum Aufbügeln zu blöd…)


KamSnaps positionieren.





8. Klett festnähen. Dafür die Nähmaschine auf den Organizer stellen, das Nadelkissen nehmen und den besten Platz suchen Am besten an der gewünschten Stelle mit einem kleinen Stückchen Stylefix festkleben und festnähen.
Oder bei Schritt 5. so:




Und nun freuen und aufgeräumt weiter nähen




Man kann auch in die Grundfläche einen Vlies o.ä. mit einarbeiten.
Für den Organizer meiner Mutti habe ich Moosgummi eingelegt und von innen mit Stylefix befestigt. Nun läuft ihr "Trecker" viel ruhiger...

Ich wünsche Euch eine schöne, nicht so stressige Rest-Adventszeit! 


Dienstag, 10. Dezember 2013

Eiskratzer-Handschuh in 2 Varianten

Türchen 10 von Muffirella

Türchen Nr. 10


Eiskratzer-Handschuh in 2 Varianten







Von mir bekommt ihr heute eine Anleitung wie man einen Eiskratzer-Handschuh nähen kann. So bleiben die Hände schön warm und trocken wenn man mal wieder die Autoscheibe eisfrei kratzen will. Genäht sind beide Varianten ratzfatz in wenigen Minuten und ihr könnt wunderbar Reste von Fleece und Wachstuch dafür nehmen, mit Bändern und Stickereien verzieren etc.

Die Anleitung und das Schnittmuster findet ihr hier in meinem Blog
Viel Spaß beim Nachnähen!

Montag, 9. Dezember 2013

Zweimal Spaß mit Gurtband

Türchen 9 von blubberin

Ich habe vor einiger Zeit sehr günstig eine Kiste bunte Gurtbandreste gekauft, sowas kann man ja immer mal gebrauchen.
Hier gibt es jetzt zwei passende Anleitungen.

Mützen, Schal und Handschuh-Aufräumer
Neulich fiel mir auf, dass vorallem die Mützen, Schals und Handschuhe vom Kind immer im Garderobenbereich rumflogen, unsere Hutablage ist mit unseren Sachen schon mehr als gefüllt. Dank Gurtbandvorräten am ich auf die Idee, vielleicht kann sie ja auch jemand gebrauchen.

Das braucht ihr:

  • 115*4cm Gurtband
  • 7 Wäscheklammern
  • 7 mal 14*4cm Gurtband
  • 1 mal Kam Snap (oder andere Druckknöpfe)
  • Jeansnadel zum Nähen
  • farbig zum Gurtband passendes Garn
  • Stopfnadel
  • Stopfgarn
  • Nadeleinfädler




Habt ihr schöne Klammern, oder nutzt lieber Maskingtape, Webband, lustige Stoffreste, benötigt ihr die kurzen Gurtbandstücken nicht, sie sind zum Abdecken der Wäscheklammern.

Zuerst alle Schnittkanten am Gurtband (wenn es Plastikband ist, bei Baumwollband natürlich nicht) leicht anschmelzen. Ich mache das am liebsten mit einer Kerze, weil es nicht so heiß wird und ich das Gefühl habe es besser zu kontrollieren als mit einem Feuerzeug, da ich beide Hände zur Verfügung habe.


Die obere Kante etwa 2 bis 2,5cm einschlagen und absteppen. Untere Kante des langen Gurtbandes (Trägergurt) knapp einschlagen und absteppen. Das Gleiche auf jeweils einer Seite der kurzen Gurtbandstücken.


Es ist einfacher nun alles zu vernähen, so sind euch die losen Fäden nicht im Weg, ich mache das gerne mit einer Stopfnadel mit größerem Öhr und einem Nadeleinfädler


Nun benötigen wir das Stopfgarn und die Stopfnadel, jeweils eine Klammer und ein kurzes Stück Gurtband.

Die Klammer wird auf Stoß an den Einschlag gelegt und mit dem Stopfgarn mittig auf dem Gurtband an drei Stellen festgenäht (wer mag kann es mit Stylfix oder so fixieren).



Es sollte jetzt etwa so aussehen:

und von vorne:


Nun den Druckknopf am oberen Ende anbringen, einen Teil in dem Einschlag und den anderen Verschlußteil passend für eure Garderobe darunter (bei mir sind zwischen beiden Verschlußteilen 5,5cm)


Nun die Klammern auf dem Trägergurt anbringen. Das obere Ende des Gurtbandes an dem die Klammer ist, etwa 1,5cm vom unteren Verschlußteil entfernt knapp absteppen. Die Klammer liegt oben!



Nun das kurze Gurtband umklappen (dass die Klammer verdeckt wird), und nochmal absteppen.


Als letztes müssen die Klammern selbst auf dem Trägergurt befestigt werden. Diesmal ist es am Besten oben beginnend wieder an drei Stellen mit Stopfgarn festnähen. Hier ist es auh sinnvoll die Klammer vorher mit Stylefix zu fixieren, wichtig ist, dass die Klammer durch das Gurtband nicht unter Zug steht, damit sie noch richtig schließt.



Von vorne sieht es jetzt so aus:


Die anderen Klammern werden über die Länge des Trägergurts verteilt genaus aufgenäht.
Nun wieder alle losen Fäden vernähen.

Leider bin ich euch noch ein komplett fertiges Bild im Einsatz schuldig, da ich aus gesundheitlichen Gründen nicht ganz fertig geworden bin, ich hoffe ich kann es euch im Laufe des Tages nachreichen.


Tragegurt
Wer kennt es nicht, da kann das Kind endlich Roller oder Laufrad fahren und will es auch am liebsten immer dabei haben, aber irgendwann ist es vielleicht doch spannender zu laufen oder man wird lieber getragen. Und ein Laufrad in der Hand zu tragen ist nicht besonders angenehm.
Daher habe ich uns im Sommer einen Laufradtragegurt gebastelt. Mit einer Freundin habe ich dann ein bissl rumprobiert.





Das braucht ihr:
Schulterpolster
  • 3 mal 27*8cm festen gewebten Baumwollstoff, Köper oder Markisenstoff
  • 3 mal 27*8cm Fleece (oder Schaumstoff)
  • ca. 70*4cm Schrägband

Gurt
  • 160*5cm Gurtband (meins ist 186cm lang)
  • 2 mal 14*5cm Gurtband
  • 2 Karabinerhaken mit Gegenstück 5cm breit
  • 1 D-Ring min. 3cm breit
  • 1 mal 12*3cm Gurtband (Helmschlaufe, Gurtband in Breite des D-Rings)

Nähzubehör
  • Jeansnadel
  • nicht zu dünnes Garn
  • Nähmaschine
  • zum Faden vernähen: Stopfnadel und Nadeleinfädler


Zuerst das Schulterpolster. Ich mag eine abgerundete Form und das Ganze relativ lang, man kann sich auch einfach ein rechteckiges machen und es Verkürzen, ich empfehle dazu ein Maßband über die Schulter zu legen.
Bei der abgerundeten Form am Besten auf Papier im Bruch vorschneiden.
Daraus dann 2 mal aus dem Baumwollstoff und dreimal aus Fleece. Hier kann man statt des Fleeces auch Schaumstoff zum Polstern nehmen, das habe ich selbst aber noch nicht gemacht, dass muss nur einmal zugeschnitten werden.
Nun ein rechteckiges Stück ca. 22cm lang (so lang wie die Vorlage ohne Rundungen ist plus 2cm) und 8cm breit aus dem Baumwollstoff zuschneiden. An den kurzen Seiten jeweils einen Zentimeter einklappen und festnähen (zum Versäubern der Kante), nun habt ihr ein Stück dass 20*8cm breit ist.
Den Schultergurt zusammen bauen, eine Schicht abgerundeter Baumwollstoff, die drei Fleecestücke (oder das Schaumstoffstück), eine Schicht abgerundeter Baumwollstoff und zu oberst mittig das rechteckige Stück mit den versäuberten Kanten.


Nun mit einem Zickzackstich bis zu 0,8cm vom Rand alle Lagen zusammen versäubern (damit verschieben sich die Schichten nicht mehr beim Einfassen).
Als letztes wird das Schulterpolster einmal rundrum mit dem Schrägband eingefasst.

So sieht die Unterseite aus.

Jetzt geht es an den eigentlichen Gurt. Meiner ist 186cm lang (inkl. Saumkanten), er passt mir (183cm) und meinem Mann (190cm) gut um ihn quer zu tragen und gleichzeitig noch einen Rucksack oder einen Tragling (es hängt dann für uns bequem unter dem Tragling). Für Menschen unter 175cm könnte das dann viel zu tief hängen, auch wer lieber über einer Schulter trägt und nicht quer über die Schulter, sollte verkürzen, am Besten auch hier mit einem Maßband mal über die Schulter legen und beachten, dass es durch das Laufrad auseinander gehalten wird.
Beim Abschätzen mit Hilfe einer kleineren Freundin kam ich dann auf 150 bis 160cm. Ihr könnt auch dünneres Gurtband nehmen, allerdings solltet ihr dann das Schulterpolster schmaler machen, sonst rutscht es stark hoch und runter (mein Polster ist mit 11cm zu breit) und das Gewicht verteilt sich weniger. Ich empfehle daher die 5cm.

So Länge und Breite sind geklärt. Machen wir mal weiter. Die Schnittkanten wie oben leicht anschmelzen, damit sie nicht ausfransen.
Nun den Gurt durch das Schulterpolster fädeln.


Jeweils an den Enden werden jetzt die Karabinerhaken angebracht, dazu wieder das Gurtband durch den Karabiner fädeln, das Gurtband einmal einschlagen (1cm) und absteppen (um einen stabilen Saum zu erhalten) dann um den Karabiner umschlagen und 2cm vom Rand doppelt absteppen (um der Naht mehr Sicherheit zu geben).
Es sollte jetzt etwa so aussehen:


Das Ganze wird am anderen Ende des Gurtbands wiederholt.
Jetzt das Gegenstück des Karabinerhakens mit den zwei kurzen Gurtbandstücken. Wieder die Schnittkanten anschmelzen. Das Gegenstück einfädeln und nun so fallten, dass die beiden Schnittkanten des kurzen Gurtstücks etwa mittig zusammen treffen

und mit einem Abstand von 30cm vom Karabinerhaken auf das Gurtband aufnähen.


Die Öffnung des Karabinerhakens sollte zu seinem Gegenstück zeigt (so ist das Anbringen des Gurtes leichter).

Das Annähen am Besten in einem Rechteck mit einem Sicherungskreuz von den Ecken in die Gegenüberliegende.

Das Ganze wird am anderen Ende des Gurtes wiederholt, so dass beide Karabiner ihr Gegenstück haben.

Nun geht es mit der Helmschlaufe weiter, wenn das Kind nicht mehr fahren mag, dann braucht es auch keinen Helm mehr und da er bei uns dauernd vom Lenker abgefallen ist, habe ich einen D-Ring am Gurt angebracht. Unserer ist 3cm breit, dass ist knapp, geht aber, kleiner dürfte er nicht sein, größer wäre besser.
Wieder die Schnittkanten anschmelzen und dann ähnlich wie bei den Gegenstücken für die Karabiner anbringen, also so falten, dann sich die Schnittkanten treffen und dann mit Rechteck und Sicherungskreuz annähen.



Noch vernähen, dass mache ich wieder mit Stopfnadel mit großem Öhr und Fadeneinfädler. Und fertig.
Nun sucht ihr euch beim Roller oder Laufrad geeignete Stellen zum Festhaken und guckt wie ihr es am Liebsten trägt (man sollte auch den Schwerpunkt des Laufrads/Roller beachten). Ich kann mir vorstellen, dass man mit dem Gurt auch anderes tragen kann (z.B. ein kleines Fahrrad) aber ich habe noch nichts probiert ^^

Uns ist der Tragegurt ein treuer Begleiter und seit dem Sommer fast immer dabei, wenn wir mit dem Laufrad unterwegs sind, er lässt sich ja auch recht gut verstauen.

 So damit ihr seht wie der Aufräumer aussehen soll, wenn er fertig ist:

... und befüllt.